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| Russlands Vorschlag einer Waffenruhe stößt auf Widerstand bei Veto-Macht USA (Foto: TV) | |
Freitag, 11.08.2006
USA und Israel lehnen Russlands Nahostresolution ab
Moskau. Russlands Vorschlag, eine 72stündige Waffenruhe in Nahost auszurufen, ist auf Ablehnung gestoßen. Israels UN-Botschafter hielt dies für „eine schlechte Idee“, die Luftwaffe flog weitere Angriffe auf den Libanon.
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Russlands UN-Botschafter Witali Tschurkin hatte die dreitägige Waffenruhe als Übergangsmaßnahme gefordert, während die Debatten im UN-Sicherheitsrat über eine endgültige Nahostresolution weitergingen. Dies sei aus humanitären Gründen notwendig, begründete er. Tschurkin sagte, er hoffe, dass die russische Initiative Diplomaten und Politikern einen Anstoß zu schnellerem Handeln gebe. Die Resolution sei keineswegs als Konkurrenz zum amerikanischen und französischen Projekt gedacht.
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Zustimmung von Annan, Ablehnung von USA
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Während UN-Generalsekretär Kofi Annan die Initiative begrüßte, kritisierten die USA, dass sie von der Arbeit an der eigentlichen Resolution ablenke. Bislang sucht der Sicherheitsrat vergeblich nach einem Kompromiss zwischen der französischen und der amerikanischen Variante.
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Auch Israel lehnte den russischen Vorschlag ab. Eine Feuerpause erlaube den Hisbollah lediglich, sich neu zu gruppieren und zu erholen, erklärte Israels UN-Botschafter Dan Gillerman in einem Radiointerview. Die israelische Luftwaffe flog auch am Freitag Angriffe gegen Libanons Hauptstadt Beirut und den Norden des Landes.
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Dennoch könnte der Antrag der russischen Diplomaten bereits am Freitagabend vom UN-Sicherheitsrat diskutiert werden. Nach der offenen Ablehnung durch die USA und Israel hat Tschurkin freilich wenig Hoffnung auf einen Erfolg des Vorschlags.
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Kundgebungen für und gegen Israel in Russland
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In Russland kam es unterdessen in mehreren Großstädten zu antiisraelischen Kundgebungen. Kommunisten und Vertreter der arabischen Diaspora in Russland hatten dazu aufgerufen. Die Teilnehmer der Meetings drückten nicht nur ihre Unterstützung für die Zivilbevölkerung Libanons, sondern auch für die Kämpfer der radikalislamischen Hisbollah-Bewegung aus.
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In Moskau versammelten sich am Donnerstag etwa 300 Menschen vor der Botschaft Israels. Eine alte Frau erklärte dem Korrespondenten des „Jüdischen Journals“: „Terroristen gibt es im Libanon nicht, woher denn? Die sind alle in Israel. Amerika und Israel sind die beiden Parasiten.“
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Allerdings ist die Meinung in Russland keineswegs einseitig auf Seiten der arabischen Bevölkerung. So hatten am Mittwoch Hunderte Menschen vor einer Synagoge im Zentrum Moskaus ihre Unterstützung für Israel kundgetan und gegen den internationalen Terrorismus demonstriert.
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(-ab/.rufo)
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