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Mittwoch, 12.11.2003

Yukos: US-Anwälte blieben lieber zuhause

St. Petersburg. Zwei amerikanische Anwälte von Michail Chodorkowski haben auf eine geplante Reise nach Russland verzichtet, weil sie fürchten mussten, nicht ins Land gelassen zu werden. Den beiden Advokaten wurde von ihrem Reisebüro wie auch vom US-Außenministerium in aller Deutlichkeit empfohlen, ihren für das letzte Wochenende geplanten Besuch besser abzusagen, wenn sie „unerwartete Probleme“ vermeiden möchten.

Wie der „Kommersant“ heute schreibt, wollten sich die beiden Anwälte Sanford Sonders und John Papalardo der Washingtoner Kanzlei Greenberg & Traurig noch vor der gestrigen Verhandlung vor dem Moskauer Stadtgericht mit Chodorkowskis Anwalt Anton Drel treffen.

Am 4. November informierte sie jedoch ihr Reisebüro, das die Visa-Beschaffung übernommen hatte, das dessen Moskauer Partnerfirma Visa House mehrfach von den russischen Behörden darauf hingewiesen worden sei, dass es zu „ernsthaften Problemen“ kommen könnte, wenn die beiden Juristen in der geplanten Zeit ihre Reisepläne in die Tat umsetzen werden. Zwei Tage später informierte das US-Reisebüro Sonders und Papalardo, dass bei der Moskauer Firma eine Durchsuchung statt gefunden habe, bei der die Daten der beiden Amerikaner beschlagnahmt worden seien. In der Zwischenzeit hatten Sonders und Papalardo ihre russischen Visa bereits erhalten.

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• Chodorkowski bleibt in Haft (11.11.03)
Daraufhin bemühten sich die beiden Juristen, bei der für Russland zuständigen Abteilung des US-Außenministeriums konkretere Informationen zu bekommen. Nach einem Tag zur Recherche teilte ihnen ein Beamter mit, dass sie in Russland auf eine „schwarze Liste“ gesetzt worden seien und kaum ins Land gelassen werden. „Die Chancen, dass man sie in das erste Flugzeug zurück nach New York oder London setzt, sind ziemlich groß“, sagte laut Sonders der US-Beamte. Die US-Botschaft in Moskau war dem Bericht zufolge über das Geschehen informiert und bereit, einen Mitarbeiter zum Flughafen zu schicken, falls sich die beiden Advokaten doch zur Anreise entschließen sollten. Das taten sie dann lieber doch nicht.
(ld/.rufo)

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Sicherheitsabstand sieht anders aus. Aber wenn an der Peter-Pauls-Festung in St. Petersburg der Rundflug-Helikopter startet und landet, sind Zuschauer immer ganz nah dabei. Sobald sie allerdings der Rotorwind samt Staubwolke erfasst, haben die Neugierigen wieder etwas Nützliches fürs Leben gelernt. (Topfoto: Deeg/.rufo)






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