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Foto: Privatarchiv Wassiljewa
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Scharfer Blick hinter die Kreml-Mauern

Von Stephanie Prochnow. Moskau. Ihr Vater war der Konstrukteur des wohl besten Panzers im zweiten Weltkrieg – des T-34. Diese historische Verwurzelung scheint Larissa Wassiljewa geprägt zu haben. Die Schriftstellerin von Weltruf ist bekannt für ihre populärwissenschaftlichen, historischen Bücher. Darüber hinaus verfasst sie Schulbücher und – als Ausgleich zu dieser rechercheaufwendigen Arbeit – Gedichte.

„Ich schreibe schon solange ich denken kann. Ich schreibe, weil Gott mir diese Gabe schenkte.“

In vielen ihrer Bücher befasst sich Larissa Wassiljewa mit dem Leben von Frauen in der russischen Geschichte. Trotzdem lässt sich die 67-jährige Dame kaum als “Feministin” einstufen. Sie sagt selber, dass sie sich der Thematik angenommen habe, weil dieses interessante Stück der russischen Vergangenheit bisher unbeachtet gewesen sei. So enstand ihr wohl bekanntestes Werk “Die Kreml-Frauen” (1994, Orell Füssli Verlag, Zürich) in dem das Schicksal der Ehefrauen von Kalinin, Stalin und anderer Genossen beschrieben wird. Ein Thema, das im Sowjetzeitalter tabuisiert war. Von den Frauen der Machthaber existierte nur das offiziell geprägte, idealisierte Bild der treuen Kampfgefährtin.

Nach ihrer Buchvorlage wurde ein Dokumentarfilm gedreht, der im Frühjahr 2002 unter dem Titel “Kreml-Frauen” im deutschen Fernsehen lief.

Larissa Wassiljewa wurde am 23. November 1935 in Moskau geboren und blieb ihr Leben lang in der russischen Hauptstadt. Dort arbeitet sie bis heute als Schriftstellerin und Publizistin. Sie ist aktives Mitglied der Russischen Akademie für Literatur und engagiert sich auf dem Weltfrauenforum. Die Wunsch der mehrfachen Großmutter ist es, dass die Menschen in Harmonie mit der Natur leben mögen. Von der Zukunft erwartet sie nichts Bestimmtes: “Ich habe noch nie auf auf etwas gewartet. Was kommt, das kommt. Ich nehme alles mit Dankbarkeit an. Das Gute wie das Schlechte.”

Viele von Larissa Wassiljewas mehr als 30 veröffentlichten Bücher, sind über die Grenzen Russlands hinaus bekannt. Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre kletterte ihr Buch „Geheime Zeichen“, eine Skizze über England, auf die russischen Bestsellerlisten. In den letzten Jahren veröffentlichte sie unter anderem “Die Frauen der Russischen Krone”, “Erzählungen über die Liebe” und “Frau und Muse”, ein Buch über die heimliche Liebe Puschkins. Auf deutsch erschien außer der Lebensbeschreibung der Politiker Gattinen das Buch “Die Kreml-Kinder. Lebensschicksale im Schatten der Macht” (1997, Orell Füssli).

Bereits im vergangenen Jahr war Larissa Wassiljewa Ehrengast auf der Leipziger Buchmesse. Die Athmosphäre dort empfand sie als sehr angenehm, gar nicht affektiert, wie auf anderen Buchmessen. Auch Leipzig, das sie das erste und letzte Mal 1967 besucht hatte, hätte sich “nur zum Besseren verändert”.

Dieses Jahr präsentiert Larissa Wassiljewa auf der Leipziger Buchmesse ihre zwei auf deutsch erschienenen “Klassiker”. Außerdem stellt sie das zum 850sten Geburtstag der russichen Hauptstadt erschienene Buch “Die Seele Moskaus” und ihr neustes Werk “Christus in Russland.” vor.

Treffpunkt: Donnerstag, 20. März, 16.00, “Neue Frauenprosa aus Russland – Lesungen und Diskussionen”, Café Europa, Messegelände, Halle 3, Stand K503 / M502

Freitag, 21. März, 19.00 Uhr, “Die Kreml-Frauen”, “Die Kreml-Kinder” im Café Sacharow, Barfußgäßchen 12, Leipzig

Samstag, 22. März, 14.00 Uhr, Auszüge aus dem Buch “Die Kreml-Frauen” am Moskauer Gemeinschaftsstand der Buchmesse


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Der Winter ist eingezogen. Für ein paar Monate können sich die Russen in den Moskauer Parks an zahlreichen Eisskulpturen erfreuen. (Topfoto: Ballin)



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