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| Moskau strahlt - aber bei weitem nicht überall. Das Gebäude der Stadtverwaltung ist diesbezüglich ein leuchtendes Vorbild. (foto: rufo) | |
Freitag, 02.12.2005
Bringen deutsche Investoren Licht nach Moskau?
Moskau. Die deutsche E.ON und Italiens Enel sollen bei Mosenergo einsteigen. Auf diese Weise soll Geld für neue Kraftwerke hereinkommen - unter anderem für ein Programm zur Straßenbeleuchtung namens „Helle Zukunft“.
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Am 1. Dezember feierte Moskau ein Jubiläum: Vor 275 Jahren gab es hier die erste Straßenbeleuchtung. Zu diesem Datum verabschiedete die Moskauer Stadtduma prompt ein Programm gegen die Dunkelheit in der Stadt – unter dem Arbeitstitel „Helle Zukunft“.
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Das Programm zum Ausbau der Straßenbeleuchtung läuft bis 2009 und wird Russlands Hauptstadt 1,177 Mlrd. Rubel (ca. 35 Mio. Euro) kosten. Gegenwärtig werden jährlich ungefähr 500 Mio. Rubel für die Stadtbeleuchtung ausgegeben. Das ist drei Mal weniger als zum Beispiel das ähnlich große Paris dafür ausgibt.
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Mehr Licht scheitert vorerst an fehlendem Strom
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Allerdings leidet Moskau an einem beträchtlichen Energiemangel. Damit die Hauptstadt nicht im Dunkeln sitzt, braucht der städtische Energieversorger „Mosenergo“ mehr Kraftwerke - und dafür noch mehr Geld.
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In diesem Zusammenhang ist die jüngste Aussage des Vorstandsvorsitzenden der Nationalen Energieholding RAO EES, Anatoli Tschubais von Interesse: Laut „Iswestija“ erklärte er, dass RAO EES mit dem deutschen Energiekonzern E.ON und der italienischen Enel über eine Beteiligung an der EES-Tochter Mosenergo im Rahmen einer Zusatzemission verhandelt.
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Investoren sollen Mosenergo-Aktien kaufen
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In den nächsten fünf Jahren will RAO EES 47 Mrd. Rubel (1,4 Mrd. Euro) in die Entwicklung der offenen Aktiengesellschaft „Mosenergo“ investieren. Die Quellen für 27 Mrd. Rubel davon sind schon gefunden. Nun plant RAO EES eine Zusatzemission von bis zu 45 Prozent des Grundskapitals in Umlauf setzen. Der Erlös daraus könnte den Fehlbetrag von 20 Mrd. Rubel im Investitionsprogramm decken.
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RAO EES selbst hat heute einen 51-Prozent-Anteil an Mosenergo. Weitere Aktionäre sind die „Gasprombank“ (32 %), die Moskauer Stadtregierung (8 %), das Management von „Mosenergo“ (5 %) und „Guta“-Gruppe (4 %). Doch noch ist unklar, ob die Aktionäre dieser Emission zustimmen werden, da durch die neuen Aktionäre E.ON und Enel die Besitzverhältnisse neu verteilt würden. (mvr/rufo)
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