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Die Bau- und Immobilienbranche steckt in der Krise (Foto: Ballin/.rufo)
Die Bau- und Immobilienbranche steckt in der Krise (Foto: Ballin/.rufo)
Mittwoch, 19.11.2008

Österreicher glauben trotz der Krise an Russland

Moskau. Russland steckt in der Krise. Das haben auch Unternehmer aus Österreich mitbekommen. Dennoch wollen die meisten von ihnen am russischen Markt festhalten. Investments werden bislang noch nicht eingefroren.

Dass die Krise trotz aller gegenteiligen Beteuerungen der Staatsmedien auch in Russland spürbar ist, hatte zuletzt eine Umfrage der deutsch-russischen Auslandshandelskammer bestätigt. Zwei Drittel der in Russland aktiven deutschen Unternehmen erklärten, „einen negativen Einfluss der Finanzkrise auf ihr laufendes Geschäft, geplante Investitionen und bereits begonnene Projekte“ zu spüren.

Gemischtes Bild bei den österreichischen Unternehmen


Eine ähnlich breit angelegte Umfrage der österreichischen Außenhandelsstelle in Moskau gibt es nicht. Das Stimmungsbild sei auch so relativ gut zu erfassen, erklärt der stellvertretende Delegierte Christian Fuchssteiner Russland-Aktuell.

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Es ergebe sich ein gemischtes Stimmungsbild bei den Unternehmern aus der Alpenrepublik. „Vor allem in der Bauwirtschaft und im Bereich Automotive gibt es Probleme“, sagt Fuchssteiner. In anderen Bereichen laufe es hingegen noch ganz gut. Zahlungsschwierigkeiten russischer Klienten seien derzeit die größte Crux.

Fehlendes Geld ist das Hauptproblem


Der Manager eines bekannten österreichischen Automobil-Zulieferers stimmt der Aussage zu. Das Problem in Russland sei das fehlende Geld. „Ich hoffe es zwar nicht, bin aber fest davon überzeugt, dass bald einige unserer Rubel-Verträge nicht bezahlt werden, obwohl wir geliefert haben“, sagt der Mann, der anonym bleiben will, Russland-Aktuell.

Er selbst ist pessimistisch. Russland sei seiner Meinung nach als Investitionsstandort überbewertet, erklärt er.

Durchhalten lohnt sich nach Ansicht der Österreicher


2009 wird nach Ansicht vieler Manager kritisch. Durchhaltevermögen ist in dieser Phase gefragt. Doch es gibt auch eine gute Nachricht.

„Bei Nachfragen aus Österreich zu Russland-Investments gibt es keinen Rückgang“, erklärt Fuchssteiner. Nur ein einziges Projekt sei bislang gecancelt worden – und dies nicht auf Initiative aus Wien, sondern einfach, weil der russische Partner in Zahlungs-Schwierigkeiten kam. Langfristig sehen die meisten österreichischen Unternehmer nämlich weiterhin gute Chancen in Russland.



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