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Gazprom-Tochter Sibur zahlt ihre Steuern künftig in St. Petersburg (Foto: newsru.com)
Gazprom-Tochter Sibur zahlt ihre Steuern künftig in St. Petersburg (Foto: newsru.com)
Donnerstag, 12.01.2006

Gazprom-Tochter zieht nach Petersburg

St. Petersburg. Knapp 73 Millionen Euro zusätzlicher Steuergelder erwartet Petersburg vom Zuzug der Sibur Holding. Der Trend zum Umzug von millionenschweren Unternehmen an die Newa setzt sich damit fort.

Kurz vor Neujahr war die Registrierung der Gazprom-Tochterfirma Sibur Holding in Petersburg unter Dach und Fach. Zuvor hatte das petrolchemische Unternehmen seinen Sitz in Salechard im westsibirischen Gebiet Tjumen gehabt, das nun erhebliche Budgeteinbußen zu befürchten hat.

Steuermehreinnahmen in Milliardenhöhe


Die Stadt erhofft sich von dem neuen potenten Steuerzahler Mehreinnahmen von mindestens 2,5 Milliarden Rubel (knapp 73 Millionen Euro).

Vizegouverneur Michail Ossejewski sagte gegenüber dem „Kommersant“, Petersburg habe 2005 durch den Zuzug von Großunternehmen fünf Milliarden Rubel Mehreinnahmen an Steuern gehabt; 2006 könnten es gar neun Milliarden werden.

Ölkonzerne finden Gefallen in St. Petersburg


Bei Russland-Aktuell
• Gasprom will sich in Petersburg niederlassen (11.10.04)
Der erste Gigant im Ölgeschäft, der sich in Petersburg beim Finanzamt anmeldete, war Lukoil. Davon profitierte die Stadt im letzten Jahr mit zwei Milliarden Rubel Steuereinnahmen. Gazprom will seiner Tochter Sibur in nächster Zeit mit Gazpromneft einen weiteren Ableger folgen lassen.

Transnefteprodukt sowie Teilen von Rosneft und Transneft steht ebenfalls der Umzug an die Newa bevor. Weitere neue Steuerzahler sind das Geldinstitut Wneschtorgbank, die Fluggesellschaft Transaero und der Reeder Sowkomflot.

Sorge macht sich breit


Während die Petersburger Stadtregierung ihre Freude an den potenten „Neubürgern“ nicht verhehlt, macht sich in den Regionen wegen des Abzugs potenter Steuerzahler Sorge breit. Auch Moskau wird kaum zufrieden mit dieser Entwicklung sein, denn das föderale Budget muss den Regionen die entstehenden Verluste zumindest teilweise kompensieren.

(-sb/rufo)


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