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Das ist wahre Männerfeundschaft: Wladimir Putin testet das Geschenk für Berlusconi, einen Patriot-Jeep (Foto: russ. TV)
Das ist wahre Männerfeundschaft: Wladimir Putin testet das Geschenk für Berlusconi, einen Patriot-Jeep (Foto: russ. TV)
Dienstag, 29.12.2009

Liebesgrüsse aus Fernost: Patriot-Jeep für Berlusconi

Wladiwostok. Eine neue russisch-italienisch-japanisch-koreanische Autofabrik beginnt ihre Produktion im Fernen Osten auf einer ehemaligen Marinewerft. Zur Eröffnung testete Waldimir Putin einen Patriot-Jeep, den Silvio Berlusconi kaufen will.

Offiziell war die Vereinbarung über das neue Montagewerk erst im März 2009 bekannt geworden. Im Oktober liessen sich Putin und der italienische Premierminister Berlusconi am Rande von Putins Geburtstagsfeier über die Projektfortschritte berichten. Dabei erklärte Berlusconi, er werde gerne den ersten russischen Geländewagen kaufen, der dort vom Band läuft, wenn er dafür Rabatt bekommt.

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Die Federführung in Wladiwostok hat der russische Autobauer "Sollers" (Ex-SewerStal), der bisher in Uljanowsk an der Wolga die modernisierten "Russenjeeps" Marke UAZ (Patriot und Hunter) produziert.

Fiat
beteiligt sich in Waldiwostok u.a. mit seinen bei General Motors frisch erworbenen Lizenzen für die Jeep-Produktion.

Der langjährige süd-koreanische Sollers-Partner SSanyong bringt seine Geländewagen ein.

Der japanische LKW-Bauer Isuzu lässt geländegänge 6x6-LKW montieren, die früher bei der japanischen Armee im Einsatz waren. Für die schwierigen Verhältnisse im Fernen Osten sind sie bestens geeignet.

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Das neue Autowerk ist eine Antwort Putins auf Protestdemonstrationen


Das neue Montagewerk, in das die russische WneschEkonomBank 1,5 Milliarden Dollar investiert, soll die Lücke schliessen, die durch die höheren Importzölle für japanische und koreanische Gebrauchtwagen im Fernen Osten entstanden ist, erklärte Waldimir Putin bei der Eröffnung.

An die 90 Prozent der PKW im russischen Fernen Osten stammen bisher aus Japan oder Korea. Besonders beliebt sind Geländewagen. Massenhafte Protestdemonstrationen hatte es vor einem Jahr in Waldiwostok gegen die Regierungsentscheidung gegeben, die Importzölle massiv anzuheben.

Jetzt laufen die "Importautos" bei "Sollers" an Ort und Stelle vom Band


Angesichts dieser Vorgeschichte erhöht es vielleicht sogar die Marktakzeptanz der Ssanyong-Jeeps made in Waldiwostok, dass sie mit dem Lenkrad rechts vom Band kommen. Möglicherweise ist der Hauptgrund dafür aber auch ganz schlicht, dass so die Montage schneller aufgenommen werden konnte, weil keine konstruktiven Umstellungen nötig sind.

Durch die neue Monatage- und Produktionsstätte, so erklärt jetzt Wladimir Putin bei der Betriebseröffnung, würden in Waldiwostok sichere Arbeitsplätze und gute Rahmenbedingungen für kleine und mittlere Unternehmen geschaffen.

Bisher ist der Montagebetrieb für Geländewagen und LKW mit 1.500 Arbeitsplätzen in den Hallen einer ehemaligen russischen Marinewerft untergebracht.

Erweiterung ist geplant. 2012 soll vom Montagebetrieb zur Produktion von Patriot-Geländewagen übergegangen werden. Den ersten "Patriot" kann Berlusconi mit 10 Prozent Rabatt erwerben, versprach Putin.



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