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Freitag, 27.11.2009
Kyrillisches Internet beginnt mit einem Sex-Skandal
Moskau. In Russland werden erstmals Domains mit kyrillischen Buchstaben und der Endung ðô (rf) vergeben. Vorrang bei der Zuteilung haben staatliche Unternehmen. Trotzdem war die Rubriken für Sex und Striptease am schnellsten vergeben.
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Bereits nach einem Tag hat das mit der Registrierung russischer Adressen beauftragte "Koordinationszentrum nationaler Domains" die Annahme von Anträgen eingestellt.
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Grund sind massive Unregelmäßigkeiten. Eigentlich sollten zunächst nur staatliche Betriebe und Firmen mit eingetragenen Markennamen ihre Adressen im russischsprachigen Internet registrieren können.
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Doch am ersten Tag hat eine Firma bereits so zwielichtige Adressen-Schlagwörter wie Sex, Striptease, Bekanntschaften aufgekauft. Die gleiche Firma bekam auch seriösere, aber nicht minder populäre Adressen wie Bank, Kino oder Hosting zugewiesen.
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Möglicherweise steckt Korruption dahinter. Der Chef der glücklichen Firma hat nach russischen Presseberichten den gleichen Nachnamen wie der Leiter der mit der Registrierung beauftragten Firma reg.ru. Das sei Zufall, versicherte einer der Beteiligten.
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Auf dem freien Markt sind die vergebenen Adressen übrigens viel wert. Gute Adressen kosten im Schnitt 10.000 USD pro Stück.
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